Brauereigeschichtliche Liste

Diese Seite bedarf dringender Ergänzungen

Nicht sonderlich sortiert: Fundstücke zur Geschichte Fürther Brauereien. Vieles gibt es noch zu berichten von den vielen kleinen Braustätten der alten Zeit: von weißem und braunem Malz, vom Rotbier, vom Kristall-Palast und vom Fürther "Prater". Es ist gewiss eine gute Idee, derlei im Wiki-Projekt "FürthWiki" zu hinterlegen: http://wiki.faerdd.com

Name

Adresse

gegr.

Ende

Säle und Keller

Bemerkung

Berg Bräu
(siehe auch Mailänder)

ab 1883 Schwand / Wolfsschlucht

1977 (Patrizier AG)

Ochs'scher Garten, Erlangerstr.

1938 durch Arisierung Besitzerwechsel.
1940 und 1941 erwarb die arisierte "Bergbräu GmbH", vertreten durch Generaldirektor Karl Schrempp aus Karlsruhe, Grundstücke aus dem Besitz Familie Mailaender.
1954 Rückkehr Mailänders und Übernahme der alten Firma.
Zu Beginn der 1980er Jahre mußten die Brauereigebäude an der Wilhelmstraße einer Eigentumswohnanlage weichen.

Evora & Meyer

Erlanger Str

1878

1966

Sommerkeller mit 6000 Plätzen in der Erlanger Str.
Evora-Säle, Pfisterstr.
(Kristall-Palast)

später Brauhaus Nürnberg AG

Geismann

Bäumenstraße

1722

1967 mit Humbser zusammengelegt, 1971 an Patrizier AG

Geismannsaal;
Alexanderstr
Felsenkeller, (Meierskeller) Vacherstr.

gegründet von Fam. Lederer, seit 1860 an Fam. Geismann, 1884 Starkbier eingeführt, das später Poculator hieß.
1982 Abriss sämtlicher Brauereigebäude wg. Citycenter

Grüner

Gartenstr. (linke Seite)
Wasserstr.
Rosenstr.

1860

1972 an Patrizier AG
1977 +

Vorm. Brauerei Martin Reiter (1816), gegr. 1709?

Brauereigebäude abgebrochen, heute Altenheim

Humbser

Bäumenstr. Ecke Hallstr.
ab 1887 Schwabacher Str. 106

1600

1972 Patrizier AG

Sudhaus erb. 1911;
Gebäude Bäumenstr. nur noch Mälzerei

Mailänder

Bäumenstr. / Hallstr.
Rud-Breitscheid-Str. 14
später Schwand / Wilhelmstraße

1862

1862 gründete Wolf Wilhelm Mailaender (1820-1871) durch Ankauf der Brauereien Stengel an der Weinstraße (heute Rudolf-Breitscheid-Straße) und Timmich an der Baeumenstraße die Brauerei Mailaender.
Seine Söhne Leonhard und Paul verlegten 1883 die Braustätte von der Baeumenstraße in einen Neubau auf der Schwand über der Wolfsschlucht (Fritz-Mailaender-Weg 15)
Die alten Gebäude dienten bis 1895 noch als Hopfenstadel und wichen schließlich dem 1903 fertiggestellten Neubau des Theaters.
Quelle Altstadtbläddlä

Ottmann

1863

1867 an Geismann

Meierskeller

1868 Brauerei Gebr.Ottmann
1875 Brauerei August Ottmann
Quelle: Klaus Ehm

Witwe Steinberger

Lilienstr. 1

1868 aufgegeben

Seyboth
(ehem. Burger)

Rednitzstr. 17

1858

1880

Johann Adam Seyboth
später Eusnersche Brauerei Dorsch?

Stengel

Rud-Breitscheidstr.

1834

ca. 1861 an Mailänder

Timmich

Bäumenstr

1729

ca. 1861 an Mailänder

Enser

Erlanger Str

1873

1878 an Evora & Meyer

Gräflich-Pückler-Limburgsche Brauerei

Burgfarrnbach

vor 1600

1923 an Humbser

Weißbierbrauerei
1910 in GmbH um gewandelt

Pücklersche Weißbierbrauerei II

Burgfarrnbach

1951

1983

heute an der Stelle Altenwohnstift

Dornbräu Vach

Vach
Herzogenauraucher Str. 3, 90768 Fürth

1873

Familienbesitz

Weißbräu

Zaunstr.
Burgfarrnbach

1920

Philipp Scheidig

1834

1862 Brauerei Stengel

1876 Brauerei Philipp Scheidel
Quelle: Klaus Ehm

J. W. W. Engelhardt

1858

1866 Brauerei Chr.Steinberger
1873 Brauerei Frederike Steinberger
1876 Brauerei J.W.Engelhardt
1875 Brauerei August Ottmann
Quelle: Klaus Ehm

Eusnersche Brauerei Dorsch

1858

1873 Brauerei Johann Adam Seyboth
1876 Brauerei Eusner
1880 Eusnersche Brauerei Dorsch
Quelle: Klaus Ehm

Brauerei Genossenschaft Fürth eGmbH

1902

1911

Quelle: Klaus Ehm

Anton Stiegler

Stadeln

1870

1870 Brauerei Adam Hoernlein
1906 Brauerei Carl Lutz
1912 Brauerei Anton Stiegler
Quelle: Klaus Ehm

Farrnbacher Weißbierbrauerei

Burgfarrnbach

1929

1959

1929 gegründet
1929 Weißbierbrauerei Adam Kastner
1950 Brauerei G. Stury
1956 Brauerei Genoveva Aam
1959 Farrnbacher Weißbierbrauerei Käthe Vasold
Quelle Klaus Ehm

Bruder Bräu Fürth
(Hausbrauerei)

Flexdorfer Str. 31 a
90768 Fürth

1993

Brauerei Zirndorf

Zirndorf

1674

Bierbrauerei Dr. Narr 1674
1884 Bierbrauerei Gebr.Narr
Actiengesellschaft Brauerei Zirndorf   1936
Grüner Bräu AG Fürth Abt.Zirndorf  1971
Grüner- Bräu   1977
Patrizier Bräu AG  Braustätte Zirndorf   1989

Quelle: Klaus Ehm

1813 wurde in Fürth ein Malz- und Bieraufschlag eingeführt. Diese indirekte Steuer ermöglichte den Bau des Rathauses und des Krankenhauses an der Schwabacher Straße

Im 19. Jahrhundert gründete Siegmund von Tucher die bekannte Tucher Brauerei. Gehört heute zu Brau und Bunnen, die in der Radeberger Gruppe aufgegangen ist, die zur Oetker Gruppe gehört

Der Grüner Bräu Keller wurde zwischen den Jahren 1866 und 1872 im weichen Sandstein angelegt. Er diente der Grüner Brauerei als Lager für Bier in Holzfässern sowie zur Lagerung von Eis, bevor künstlich Kälte erzeugt werden konnte. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Anlage umgebaut und als Luftschutzkeller genutzt. Eine spätere Nutzung als Notkrankenhaus im Zeitalter des Atomkrieges war geplant, wurde jedoch auf Grund der politischen Entwicklungen verworfen
Die ehemaligen Grüner-Bräu-Kelleranlagen (1872 erstmals erwähnt) wurden zur natürlichen Bier-Kühlung angelegt und dienten im 2. Weltkrieg als Luftschutzanlage für bis zu 2.000 Personen.
Die weit verzweigten Felsengänge liegen bis zu 12 Meter unter der Erde. Ein spannender Ausflug in die Fürther Unterwelt mit interessanten Geschichten über Entstehung und Unterhalt.