Das Wappen


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Der Begriff "Rechen" ist etwa seit dem 15. Jahrhundert allgemein geläufig. Heraldisch gesehen handelt es sich aber um drei aufsteigende weiße beziehungsweise silberne Spitzen auf rotem Grund. Die Benennung der Farbfolge ist heraldisch üblicherweise so festgelegt, daß die obere Farbe Rot vor der unteren Farbe Weiß bzw. Silber genannt wird.

Gemäß den Wappenbestimmungen mußte jedes Wappen "einmalig" sein und wenigtens einmal Gold (gelb) oder Silber (weiß) enthalten. Seine Einmaligkeit stellte das Würzburger Domkapitel in einem Wappen mit drei silbernen Spitzen auf rotem Grund dar. So hob es sich von den bisherigen kirchlichen Wappen ab.

Mit den drei Spitzen wurde die Gotteszahl schlechthin, die in der Lehre der Dreieinigkeit ihre Bestätigung findet, berücksichtigt. Die Zahl "drei" war auch bereits in der frühchristlichen Phase das Symbol der Vollkommenheit mit ANFANG - MITTE - ENDE.

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Die Farbe "silber" (weiß) der drei Spitzen war die Farbe des ungeteilten Lichtes. In der frühchristlichen Phase wurde es als Symbol des vollkommenen Gotteslichtes gesehen, das zugleich auch Reinheit bedeutete und damit zur Gewandfarbe der Engel, der Seligen und der neu Getauften wurde. Das Rot im Wappen stellte hier ebenso die Farbe des Blutes als Symbol der brennenden göttlichen und menschlichen Liebe dar.


Im Jahre 1835 wurde der "Fränkische Rechen" erstmals in das Wappen des Königreichs Bayern aufgenommen und somit neben Altbayern, Schwaben und
Pfalz zum Symbol eines der vier bayerischen Volksstämme.

Erst von dieser Zeit an kann man beim "Fränkischen Rechen" von einem amtlichen Symbol für Gesamtfranken sprechen.

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