Die "Alte Fürther Hütte" 2792m


Die "Alte Fürther Hütte" wurden in den Jahren 1902 bis 1903 in der Rieserfernergruppe (Südtirol) erbaut. Als Standort für die Hütte wurde das "Gänsebichljoch" auf 2792m ausgesucht.

Die Hütte hatte einen Grundriss von 12 x 8,5m und bestand aus Erdgeschoss und Dachgeschoss mit ca. 18 Schlafplätzen. Bewirtschaftet wurde die Hütte von Paula und Heinrich Röck aus Sand in Taufers.

Mehrfach wurden im Hüttenbuch die gute Küche, die freundliche Aufnahme und die vorzügliche Einrichtung erwähnt. Auch Johann Stüdl aus Prag, einer der Mitbegründer des DAV, lobte bei seinem Besuch ab 05.Juli 1912 den tadellosen Zustand der Hütte und die sehr gute Bedienung.

Die Hütte war von 1903 bis 1914 während der Sommermonate für die Bergsteiger geöffnet. Durch den verlorenen ersten Weltkrieg und den Friedensvertrag von Saint Germain am 10. September 1919 wurde der südliche Teil Tirols Italien zugesprochen, wodurch die Hütte auf italienischem Staatsgebiet stand. Die
Hütte wurde zu Staatseigentum erklärt und die Sektion Fürth wurde entschädigungslos enteignet.

Nach verschiedenen Nutzungen, überwiegend durch das italienische Militär, verfiel die Hütte Anfang der 70er Jahre zur Ruine.

1980 wurde unmittelbar neben der Ruine, vom Alpenverein Südtirol (AVS) durch die Sektionen Bozen und Bruneck die "Rieserfernerhütte" eingeweiht. Eine Gedenktafel an der "Rieserfernerhütte" erinnert heute an die "Alte Fürther Hütte".

Die "Neue Fürther Hütte" 2201m


die-huette
Nach ersten Plänen sollte die Hütte auf dem Sandebentörl gebaut werden. In der Sektion entschied man sich aber für den jetzigen Standort am Kratzenbergsee. Die symbolische Grundsteinlegung fand in Fürth im Geissmansaal am 06.01.1927 statt. Im Juni 1928 begann man mit den Arbeiten, die 1929 ihren Abschluss fanden.

Am 10.08.1929, genau 26 Jahre nach der Einweihung der "Alten Fürther Hütte", wurde die "Neue Fürther Hütte" feierlich ihrer Bestimmung übergeben.
Die ersten Hüttenwirte wurden Hans und Nanni Schernthaner.

1999 wurde das 70-jährige Hüttenjubiläum gefeiert. Im Laufe der Zeit wurde die Hütte mehrmals um- und ausgebaut und bietet heute dem Gast fast jeglichen Luxus auf 2200m.

Das dies alles reibungslos verwirklicht werden konnte, ist Herbert Holzberger zu verdanken, der 30 Jahre Hüttenwart der "Neuen Fürther Hütte" war und sich auch heute noch um die baulichen Belange der Hütte kümmert. Ihm ist es zu verdanken, dass die Hütte in einem tadellosen Zustand besteht.
Seit 1990 wird die Hütte in exzellenter Weise von Gabi und Hans Scheuerer geführt. Durch ihre freundliche und familiäre Art haben Sie die Hütte zu einem Geheimtip für alle Bergsteiger gemacht.

(Text: DAV Sektion Fürth)