Zoigl (Bierzeigl)


zoiglstern
Ein Bier, das es nur in der nördlichen Oberpfalz gibt! Seit Jahrhunderten wird der Zoigl in Kommunbrauhäusern eingebraut, anschließend in einem großen Fass zum Keller des Zoiglwirts gefahren und dort mit untergäriger Hefe vergoren und gelagert. Ausgeschenkt wird er dann mit seiner Hefe direkt vom Lagertank, dazu gibt es gute Brotzeiten und Stimmung. (FOTO: Zoigelstern in Windisch-Eschenbach)

Der Bierausschank eines einzelnen Kommunbrauers dauerte gewöhnlich 14 Tage bis 4 Wochen. Wenn sein Biervorrat ausgetrunken war, ging der "Bierzeigl", ein an einer Stange befestigter sechszackiger Stern, an den Kommunbrauer, der als nächstes an der Reihe war.

Dieser befestigte nun den Bierzeigel an seinem Haus, damit ersichtlich war, dass dort gerade Bier ausgeschenkt wurde.
1508 wird das Wort “Zeigel” in einem Protokoll in Neustadt erwähnt, in dem ein Streit zwischen den Neustädter Zoigl-Brauern und den Hammerbesitzern von Harlesberg geschlichtet wurde. Die Harlesberger durften zwar “für sich und ihr Gesind und ihre Hammer-Verwandten schenken mögen, aber nicht mit offenem Zeigel, damit es denen von Neustadt keinen Nachteil bringe.”

Aus dem Zeiger wurde durch den Oberpfälzer Dialekt "Zeigel" , und später daraus "Zoigl".

Schließlich wurde auch das Kommunbraubier mit Zoigl bezeichnet

Auf einer eigenen Internetseite befindet sich ausführliches Infomaterial zum Zoigl:
http://www.zoigl.de/
Dort gibt es auch eine "Praktische Anleitung gutes Bier zu brauen" (von 1815) als komplette Anleitung zum herunterladen.
Die Zoigl-Termine für Neuhaus sind hier zu finden:
http://www.waldnaab-taler.de/zoigl/start.html
Auch Windisch-Eschenbach hat eigene Zoigl-Informationen:
http://www.zoiglbier.de/

Mehr nachlesen zum Zoigel-Recht hier

Im Kalender auf der Zoigl.de-Seite kann man für Neuhaus nachlesen, wer wann braut. hier